Orientierungslosigkeit der Jugendlichen und jungen Erwachsenen

Die familiären Veränderungen der letzten 30 Jahre können zu einer zunehmenden Destrukturierung von Familien und einer „Orientierungslosigkeit“ der Jugend führen:
• Der zunehmende Anspruch der Erwachsenen auf berufliche, finanzielle und sexuelle Selbstbestimmung führt zur Auflockerung der familiären Strukturen. Aus der Sicht des Kindes bedeutet das weniger Aufgehobensein, weniger Personenkonstanz, häufiger Verlust von Elternteile
• Selbstverständnis und Rollenmuster von Männlichkeit und Weiblichkeit wird in Frage gestellt. Aus Sicht der Kinder bedeutet das eine Entdifferenzierung der mütterlichen und väterlichen Rollen sowie den Wegfall von Autorität
• Eine zunehmende Orientierung an Wohlstand und Konsum stellt den beruflichen gelderwerb in den Vordergrund. Tagesstrukturen und Mahlzeiten verlieren an Bedeutung, Esstörungen und Übergewicht nehmen rasch zu. Aus Sicht der Kinder erfolgte eine „Oralisierung“ der Welt mit raschem Befriedigungsanspruch und dem Verlust von Verzichtserfahrungen.
• Die zunehmende Medienpräsenz führt zur frühen Überwindung eines kindlichen Wissensstand und einer emotionalen Konfrontation
• Auflösende Grenzen zwischen einer „Kinderwelt“ und einer „Erwachsenenwelt“ als Gleichberechtigte, kommt es zu Überforderung als Gleichgestellte und der Verlust von Anleitung und Struktur.
• Fehlende Erfahrungen von erwachsenen Entscheidungs- und Konfliktlösungsstrategien führt zu einem Hängenbleiben in tyrannischer Aufsässigkeit und kindlicher Hilflosigkeit.

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