Fabrikzucker – Das Waterloo unserer Zeit

Am Morgen nach der Schlacht von Waterloo im Jahre 1815 lagen neben dem Feldlazarett Berge von abgesägten Gliedmaßen. Die Sanitätsgruppe beschäftigte oft Schreiner und Metzger, weil diese am besten mit Messern und Sägen umgehen können. Auch noch 100 Jahre später waren selbst die besten Ärzte nicht in der Lage, Infektionen zu behandeln und den Wundbrand aufzuhalten. In Feldlazaretten amputierten Ärzte aus Furcht vor Infektionen selbst nach kleineren Verwundungen Arme und Beine der Soldaten. Diese Amputationen und andere Operationen wurden natürlich ohne Betäubung durchgeführt. Erst ab Mitte des 19. Jahrhunderts kamen regelmäßig Betäubungsmittel wie Äther, Chloroform oder Morphin zum Einsatz.
Nur zwei Jahrhunderte nach Waterloo stehen wir wieder vor Berge von amputierten Gliedmaßen. Knapp 60.000 Amputationen Jahr für Jahr, allein nur in Deutschland. Diesmal nicht von zusammengeschossenen Soldaten, sondern von erkrankten Diabetikern, die die Schlacht gegen die Nahrungskonzerne und ihrer Waffe „Fabrikzucker“ verloren haben.

Gerade in den Industrienationen, wie Deutschland, werden im Durchschnitt 50 Kilo Zucker pro Kopf und Jahr verzehrt, das sind 4 Kilo pro Monat. Vor 150 Jahren waren es noch 1,8 Kilo pro Jahr! Der Löffel Zucker für Kaffee und Tee ist dabei die geringste Menge. Den meisten Zucker, rund 83 Prozent, verspeisen wir mit Fertiggerichten, wie Pizza, Pommes, Cracker,Nudeln, Limonade, Süßigkeiten und Backwaren.

Weitere Info: http://simplepower.de/lebensthemen/wissenwertes/

1 Kommentar

  1. decordoba

    Die Leute essen/trinken zu viel Zucker, das sind vor allem die gezuckerten Getränke, Limonaden, Fruchtsäfte, sowie die Süßspeisen (Naschereien), Kuchen.

    Die komplexen Kohlenhydrate sollte man nicht als prinzipiell schädlich betrachten. Auch ein Diabetiker darf eine gewissen Menge davon essen. Das wird in Weißbroteinheiten abgerechnet. So gesehen sind eine mäßige Menge an Brot und Nudeln unbedenklich.

    Da ist der regelmäßige Alkoholkonsum mehr schädlich, das führt zur Fettleber bis zum metabolischen Syndrom, das meist Diabetes Typ 2 beinhaltet.

    Besonders schädlich ist eine hohe Zufuhr von Fructose, die in der Leber auch in Fett umgewandelt wird. Aus dem Haushaltszucker entsteht im Magen ein Teil Fructose.

    Antworten

Schreiben Sie einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.