Müllabfuhr – Ohne Entgiftung kein Überleben

Menschen sind im übertragenen Sinne Gewohnheitstiere – sie wohnen in ihren Gewohnheiten -, und sie sind Hamster. Alles wird gesammelt und mitgeschleppt, aus Gewohnheit, und weil man kein Organ entwickelt hat, das einen von gedanklichen Abfällen und Giften befreit.
Als biologisches Wesen hat der Mensch selbstverständlich Organe, die uns von Abfällen und Giften befreien. Als soziales Wesen, bezüglich seiner Denkweisen, Emotionen und Verhalten, hat der Mensch diese organische Müllabfuhr nicht.
Deshalb tut es gut, mindestens einmal im Jahr darüber nachzudenken, was wir nicht mehr tun sollten.
Die übliche Verhaltensweise ist eine andere: Weil man modern sein will, weil man innovativ sein will, weil man möglichst nichts verpassen möchte, usw. ist dies der sicherste Weg, schließlich „im eigenen Müll zu ersticken„. Vitale Menschen drehen das um. Statt ständig Neues und Zusätzliches hinzuzunehmen, stellen sie sich die Frage: Was sollte ich nicht mehr tun?
Nichts führt zu so schnellem Wandel wie diese Frage. Weil die Frage nach der geistigen Müllabfuhr zum Wesenskern der Beziehungen vorstößt. Was ist der Zweck meiner Denkweise, meiner Emotionen, usw.?
Leider entwickeln viele Dinge, die wir einmal getan haben, ein Eigenleben, und das können wir mit der Frage „Was sollte ich nicht mehr tun“ beleuchten und hinterfragen.

Am einfachsten, aber auch am schlechtesten ist es fast immer die Dinge so weiter zu betreiben, wie man sie bisher gemacht hat. Dies verursacht Lethargie, Trägheit und Arroganz. Aufgeben und Ballast abwerfen hingegen führt zu Revitalisierung und Selbsterneuerung.

1 Kommentar

  1. iljos

    Meine Rede!
    Gruß aus Saarbrücken
    iljos

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