Spurensuche

Der menschliche Körper betritt die soziale Bühne zuerst im Sinne des biologischen Organismus. Die unterste Stufe der biologischen Systembildung stellen physikalisch-chemische Systeme dar. So zum Beispiel chemische Stoffe, die unsere Emotionen auslösen, wie Dopamin und Serotonin, um nur zwei Stoffe zu nennen. Dopamin spielt als „Motivator“ eine große Rolle bei der Regulierung des Hormonhaushaltes und steht im engen Zusammenhang mit Psychosen und anderen Störungen; so ist etwa nachgewiesen, dass zum Beispiel für ADS/ADHS sowie für die Erkrankung an Parkinson ein Mangel an Dopamin verantwortlich ist. Serotonin ist der „Vermittler“ und reguliert den Blutdruck, den Schlaf- und Wachrhythmus und sorgt für Ausgleich bei Druck (Stress). So vermittelt ein erhöhter Serotonin-Spiegel bei Verliebten Zufriedenheit und Wohlbefinden. Ein verminderter Serotonin-Spiegel dagegen führt zum Beispiel zu Migräne. Die Qualität aller Gefühle und Erregungen werden neurochemisch gesteuert, doch die „antreibenden Dopamin-Moleküle“ und die „ausgleichenden Serotonin-Moleküle“ werden nicht von sich aus aktiv. Sie müssen auf die Reise von einer Nervenzelle zur anderen geschickt werden. Sie übermitteln zwar Bedeutungen und lösen bei Ihrer Ankunft Bedeutungen aus – aber sie handeln nicht selber. Kein chemischer Stoff in uns kann erklären, warum wir leben. Über dem physikalisch-chemischen System (Funktionssystem) bauen sich letztlich Handlungssysteme auf. Organismen müssen sich an ihre Umwelt anpassen, um zu überleben. Die individuelle Aneignung der Umwelt erfolgt über sinnliche Erfahrungen und dem daraus resultierenden konsensuellen Handeln.
Die Neurologen zeigen phantastische Einsichten in die physikalischen und biochemischen Vorgänge in unserem Gehirn. Der Mechanismus, der Bewusstsein und damit soziales Verhalten erzeugt, ist noch lange nicht entschlüsselt.
Mehr Info: http://www.simplepower.de/training/der-soziale-koerper.php

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