Selbstbewusstsein ist eine Entscheidung, keine Reflexion

Selbstbewusstsein ist nicht Reflexion, sondern die Entscheidung, Erfahrungen die wir in Beziehungen machen, in mentalen Einreden zu entscheiden: Zum Beispiel „Ich bin eine Belastung für meine Eltern.“ oder „Ich muss arbeiten, dann belaste ich keinen!“. Es sind selbstgetroffene Entscheidungen zu der Qualität unserer Beziehungen, keine offene Reflexion.

Vor 800 Jahren hat Friedrich II. folgendes Experiment durchführen lassen, um die Ursprache des Menschen zu erforschen: Er ließ einige elternlose Säuglinge in ein Haus zusammenbringen, wo er für sie jeg­liche Art von körperlicher Pflege anordnete, aber strikt verbot, mit ihnen zu reden. So sollte sich herausstellen, welche Sprache sie von sich aus spontan sprechen würden. Aber die Kinder sprachen gar nicht: Sie starben.

Es reicht nicht das biologische Wesen „Mensch“ wie eine Schildkröte zu ernähren und zu pflegen. Erst durch psychosoziale Beziehungen wird das biologische Wesen zum Menschen. Wir sind auf psychosoziale Beziehungen angewiesen, und haben von Anfang an keine Wahlmöglichkeit.

Menschen bedürfen der Beziehung, um überhaupt lebensfähig zu sein. Wir sind auf Beziehungen angewiesen, sonst sterben wir. Wir werden zu der Qualität, wie Bezugspersonen mit uns in Beziehung treten bzw. mit uns sprechen.

Alles was wir sind, ist das Ergebnis unserer frühkindlichen Beziehungen, und wie sich unser ANS darauf adaptiert hat und jetzt ständig mit der Adaption reagiert. Damit ist der Mensch von Anfang an ein Angesprochener, noch bevor er selbst sprechen kann.

  • Er ist der „Geliebte“ bevor er lieben kann.
  • Er ist der „Störende“ bevor er stören kann.
  • Er ist die „Belastung in der Arbeit“ bevor er belastend sein kann.

Das Baby ist bereits die Beziehung, die mit dem Baby kommuniziert wird, bevor es kommunizieren kann. Der Mensch ist bereits die Entscheidung, bevor er überhaupt zu dem wird, der er ist. Der Mensch kann nicht selbst aktiv entscheiden, welches Selbstbewusstsein er bekommt. Der Mensch kann nur entscheiden, was er aus dem Selbstbewusstsein macht, was ihm kommuniziert wurde.

Mein „Mentales Gesundheitstraining“ hilft Ihnen dabei.

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