Wer seinem Ärger Luft macht, wird noch wütender

„Dampf ablassen“ durch Türenknallen oder Brüllen macht nicht friedlicher, sondern facht die Wut noch an. Wer etwa Gegenspieler im Videospiel meuchelte, ging danach nicht milder mit anderen um, sondern zeigte eine höhere Bereitschaft, andere anzugreifen. Durch heftige Reaktionen würden negative Gefühle verstärkt, berichtet die Zeitschrift „Psychologie heute“.

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3 Kommentare

  1. Anonymous

    Also doch! Seit Jahren will uns die Videospielindustrie weis machen, dass diese „Meuchelspiele“ völlig harmlos sind und weder aggressiv machen noch irgendwelche Auswirkungen auf die Entwicklung von Kindern und Jugendlichen haben. Ich war und bin da schon immer anderer Ansicht.

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  2. Mageko

    Dieses mal bin ich ganz und gar anderer Ansicht! Ein kurzer Brüller, mal mit der flachen Hand auf den Tisch schlagen, oder eine scharfe verbale Attacke sind – obwohl gewaltfrei – probate Mittel um Zornesdruck rasch abzubauen! Wie ein Gewitter stets die Luft/nächste Atmosphäre reinigt, so hilft dieses „Dampfablassen“ auch stets augenblicklich! Danach, schon in weniger Agression gefangen, muss man nur noch gegebenenfalls die „Scherben“ aufkehren, sprich sich falls Bedarf besteht: versöhnen.

    Auch die Sache mit den gewaltverherrlichenden Videospielen, ist ein stupides, billiges Klischee`!

    Selbst habe ich aus jedem Genre Spiele für Playstation3 und Wii, aber NOCH NIE fühlte ich mich nach solch einem Gemetzel-Game gewaltbereiter, als sonst! Und in meinem Fall heisst dies: überhaupt nicht gewaltbereit! Ich bin/war ein sehr wehrhafter Mann und hatte daher schon meine körperlichen Auseinandersetzungen – in jungen Jahren und weiß deswegen genau, dass dabei NICHTS schön oder befriedigend ist! Egal, ob man nachher oben auf ist, oder „verloren“ hat. Man fühlt sich intern immer als Verlierer und gestresst.

    Derlei Videospiele sind nur eine farbenfrohe Abwechslung und haben rein gar nichts mit der Realität gemein; deshalb sehe ich auch keinerlei Grund solche Games zu limitieren oder den Zugang dazu irgenwie zu erschweren. Ab 16 soll und darf jeder die Möglichkeit haben virtuell zu schießen und/oder Zombies zu eliminieren, denn dies kann bestenfalls einer spannenden sowie unterhaltsamen Einmal Pseudo-Katharsis dienen, ist ansonsten aber unbedenklich. Älterer Menschen schieben aggressive Tendenzen der Jugend gerne praktischerweise auf Spiele oder Filme ab, denn dies bedeutet, dass man ja selbst nicht versagt hat und einzig die Unterhaltungsindustrie schuld an betreffender Verrohung ist. Dies ist aber nur eine billige Ausrede und geht an der Realität vorbei.
    Die Schuld liegt woanders.

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  3. Anonymous

    „Dampf ablassen“ kann nur erleichternd wirken, wenn der Mensch sich selbst mißversteht und glaubt wenn er seine Erregung los ist, würde sich am Grund seiner Erregung etwas ändern. Der ist es allerdings, was ihn wirklich interessieren sollte und nicht die emotionale Reaktion.

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