Geborgenheit schützt

Wer als Baby nicht liebevoll umsorgt wird, trägt lebenslang erhöhte Gesundheitsrisiken.
Spätestens seit den Bildern aus rumänischen Kinderheimen, die nach dem Zusammenbruch der Ceausescu-Diktatur um die Welt gingen, haben wir eine Vorstellung von psychischen und physischen Langzeitschäden, die emotionale Vernachlässigung anrichten kann. Doch nicht erst extreme Verwahrlosung lädiert die Kindesentwicklung.
Bereits ein subtiler Mangel an Geborgenheit und elterlicher Zuwendung in den ersten Lebensmonaten beeinträchtigt die seelische und körperliche Gesundheit bis ins hohe Alter. Menschen, die als Kinder dauernd, besonders von ihren primären Bezugspersonen, schwere Kränkungen, Beschämungen oder Demütigungen erfahren, sind für ihr Leben traumatisiert.
Im Rahmen der „Mannheimer Risikostudie“ hat eine Forschungsgruppe am Zentralinstitut für Seelische Gesundheit in Mannheim nachgewiesen, dass Menschen, die als Babys nicht einfühlsam umsorgt wurden, noch als Volljährige riskante Blutwerte zeigten.
Ergebnis: Menschen, denen es als Baby an emotionaler Geborgenheit gemangelt hatte, waren als Erwachsene weniger gut gegen Herz-Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen geschützt als solche, die von ihren Eltern mehr Unterstützung erfahren haben.

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