Der verlorene Zwilling

Viele Schwangerschaften beginnen mit Mehrlingen. Im Forschungsbereich „pränatale Psychologie“ geht man von bis zu 70 Prozent aus. Wenn Zwillinge bzw. Mehrlinge angelegt sind, hören und spüren sie neben den mütterlichen Geräuschen auch die ihrer Geschwister. Schon in den ersten Wochen nach der Befruchtung nehmen sich die Geschwisterchen nicht nur über die Haut oder durch hell-dunkel-Sehen, sondern vor allem sensorisch, energetisch wahr. Sie merken, dass sie nicht allein sind!
Sie erfahren eine sehr tiefe, innige Nähe, die von keinem anderen Menschen gegeben werden kann – auch nicht durch die Mutter oder späteren Lebenspartner.
Nur bei einer sehr geringen Anzahl aller Mehrlingsschwangerschaften kommen auch alle Babys lebend auf die Welt. Das Verhältnis beträgt 1 Zwillingspaar bzw. Mehrlinge auf 86 scheinbaren Einzelbabys.
Das bedeutet, dass im Mutterbauch meistens nach kurzer Zeit für einen Teil der winzigen Menschlein das Leben schon zu Ende geht. Oft erleben die Zwillinge nur die ersten Wochen nach der Befruchtung gemeinsam – also im ersten Schwangerschaftsdrittel. Die Gründe dafür sind vielfältig. Häufig merkt die Mutter nichts davon.
Der gestorbene Zwilling ist eventuell noch länger körperlich vorhanden – als toter und immer härter werdender Klumpen. Dieser tote Klumpen wirkt auf den lebenden Fötus ein und ist sehr bedrohlich.
Dieses traumatische Erlebnis – das Sterben und das u.U. noch lange vorhandene tote Überbleibsel seines Zwillings – ist für die Existenz des kleinen Wesens sehr bedrohlich und es erfährt einen tiefen Schock, der das ganze weitere Leben beeinflusst.
Je länger die Zeit im Bauch der Mutter erlebt wird, desto inniger und stärker ist die Bindung untereinander – und desto größer ist der Verlust und die Lücke im Leben.
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